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Nun schon zum achten Mal, ermöglicht dieser besondere "Tag der offenen Tür" das Eintauchen in die Kunstszene der Steiermark und zeigt deren große Palette der Kreativität und Vielfalt auf. Durch den Besuch bei Künstlerinnen und Künstlern in ihren Ateliers wandert das interessierte Publikum in die Welt der Kunst hinein, auf dem Weg nach Hause werden die mitgenommenen Erfahrungen diskutiert, zerpflückt und hochgehalten.

Der so genannte „Art Guide 2017-2019“ fungiert nicht nur als Begleitheft zum Tag, sondern dient auch zwei Jahre lang als bemerkenswerte Landkarte der Kunst in der Steiermark und ermöglicht so das Entdecken von Kunst auf einer täglichen Basis. Solch spannende Projekte ermöglichen es Menschen in Kontakt mit Kunst und miteinander zu treten, sich auszutauschen und einander kennen zu lernen. Ich danke dem Organisationsteam für ihr Engagement und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen schönen Sonntag voll Kunst und Austausch, sowie zwei weitere spannende Jahre mit dem aktuellen „Art Guide“ der Steiermark.

Mag. Thomas Drozda, Bundesminister

 

Das Atelier von Otto Dix
Foto: Achim Bednorz/©bednorz-images
Das Atelier von Otto Dix mit dem nach Osten ausgerichteten Fensterkasten

„Künstlerhäuser“ von Bodo Plachta, Fotografien Achim Bednorz, Reclam Verlag

Von Jahr zu Jahr werden es mehr Künstler und Künstlerinnen, die den ART GUIDE nutzen. Dieses heute vorliegende umfangreiche Verzeichnis von Künstlerateliers samt Karte, auf der man Namen und Adressen der steirischen und Grazer Künstler finden kann, ist einer jahrelangen und nicht immer einfachen Vor- und Aufbauarbeit zu verdanken. Künstler sind doch mehrheitlich Einzelgänger, die das Alleinsein und die Zurückgezogenheit brauchen. Zum Denken, Werken, Schöpfen. Freilich brauchen sie aber auch Öffentlichkeit, Publikum, Kunden! - Und um an diese heranzukommen, öffnen nun viele von ihnen alle zwei Jahre ihre Ateliers zu einem Tag der offenen Tür und geben ihre Kontaktadressen bekannt – im ART GUIDE. Vor allem der Tag der offenen (Atelier)Tür ist inzwischen zu einem wichtigen biennalen Event geworden, nicht wegzudenken aus der reichhaltigen, vielfältigen steirischen Kunstlandschaft. Künstler und Künstlerinnen werden auch heuer wieder an einem (hoffentlich) sonnigen Sonntag ihre Ateliers öffnen und sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen lassen. Und viele, viele Kunstinteressierte werden sich aufmachen zu einem Frühjahrsausflug, um die Möglichkeit des Kontakts, die ihnen der ART GUIDE vermittelt, zu nutzen. ART GUIDE und Tag der offenen Ateliertür sind Aktionen des Künstlerduos Peter & Anne Knoll – ich wünsche ihnen und ihren Projekten weiterhin viel Erfolg!

Andrea Wolfmayr

 

Zentren der Kreativität Es gibt viele Menschen die in ihren Rollen und Funktionen, direkt oder indirekt, unser Leben und unseren Lebensraum prägen und beeinflussen. Manchmal geschieht dies offenkundig, dann wieder kaum wahrnehmbar aber hochwirksam auf suggestiver Ebene. Nicht anders im Bereich und Umfeld von Kunst und Kultur. Die Impulse und Inspirationsquellen für die Kulturschaffenden sind zwar mannigfaltig, doch die kreative Umsetzung, the ART-production, findet meist in der Intimität ihrer Ateliers und im Verborgenen statt. Der Tag der offenen Ateliertüren [der ART-Guide 2017-2019] ermöglicht Annäherung, da öffnen sich nicht nur die Pforten dieser Kreativräume, da öffnen sich auch die Gastgeberinnen und Gastgeber, die freischaffenden bildenden Künstlerinnen und Künstler unseres Landes. Nehmen wir diese Einladung an und treffen wir uns in diesen Zentren der Kreativität, der Inspiration, der intellektuellen, künstlerischen und emotionalen Auseinandersetzung mit dem was essentiell erscheint und uns zum Staunen bringt. Kommt herbei, besucht diese besonderen und kraftvollen Orte in den Städten, Dörfern und draußen auf dem Lande, wo uns in dieser Zeit der Frühling lichtdurchflutete und wundervolle Blütentage schenkt. Kommt herbei und lasst euch von den Menschen und ihrer Kunst berühren …

Winfried Franz Ganster, Schreiber, Wanderer, Landvermesser, Herausgeber der Edition PLAKA(r)T…

 

„Die Kunst ist – fast gleichzeitig mit der und in ganz ähnlicher Weise wie die Natur- zur vielleicht wichtigsten und nach und nach alle Alltagsbereiche durchdringenden Resonanzsphäre der Moderne geworden… Die Kunst berührt und bewegt den modernen Menschen als Rezipienten im Innersten seiner Seele wie nichts anderes-“ Seite 472/ 473

Die Kraft der Kunst aus „RESONANZ“ – Eine Soziologie der Weltbeziehung von Hartmut Rosa, Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-58626-6

 

Ateliers sind magische Krafträume in denen die Welt der Kunst stets neu erschaffen wird und sich symbolhaft manifestiert. In den Ateliers teilen sich Kunstschaffen und Weltdenken besonders intensiv mit. Es ist der allernächste Raum, der eine Künstlerpersönlichkeit umgibt. Raum, Künstler/in und Werk generieren ein unverwechselbares, gemeinsames Ganzes. Der „TAG DER OFFENEN TÜR –open house studio visit“ öffnet diese wunderbaren Orte im Zweijahresrhythmus einer breiten Öffentlichkeit und schafft eindrucksvolle Begegnungen, die nachhaltig in Erinnerung bleiben. Ein großes DANKE den unermüdlichen Organisatoren Anne und Peter Knoll und allen teilnehmenden und teilenden Künstler/innen aus allen Teilen der Steiermark, die damit gemeinsam ein großartiges Kunstereignis schaffen und dabei die Mensch-zu-Mensch-Dimension in allerbester Form kultivieren.

Gernot Rath, Kultur und Kommunikation, ORF Steiermark

 

aus László Moholy-Nagys Bauhaus-Büchern: plastik ist volumengestaltung so steht der mensch erlebend und (oder) prüfend dem material gegenüber und es wird ihm zur handgreiflichen erkenntnis, daß eines der wesentlichsten aus drucksmomente der materialien ihre masse, ihr volumen ist. die pJastik ist die beste form - die urform - für die besitznahme des volumens. alles andere: gewicht, struktur, konsistenz, farbe usw. gehört daneben mehr in die bereiche der technischen beherrschung, ohne in erster linie für das essentielle der volumenerfassung, mithin für die plastischen ausdruckswerte bestimmend zu sein. (der beweis dafür wird ausführlicher bei der behandlung der kinetischen plastik, bei dem entstehen des virtuellen volumens erbracht.) allerdings muß man bemerken, daß die intensivste art der volumenerfassung die handgreifliche formung - die urrolle der plastik - im laufe der kulturgeschichte immer mehr einer intellektuellen erkenntnis überlassen worden ist. gedankliches drängte sich vor bildnerisches, weltbeschreibung vor welterfassung. VON MATERIAL ZU ARCHITEKTUR, 1929, S. 96
Alles Gute für die Eröffnung,

Jana Herwig M.A.Univ.-Ass.,prae-doc Universität Wien